Ich war am Boden. Müde, pleite, fertig mit den Nerven. Dafür aber einen Job der mich erfüllt und Freude bereitet.

Doch nach einem Jahr wusste ich nicht, warum. Warum ich unbedingt als Coach, Trainer und Speaker arbeiten möchte. Wusste nicht, was andere davon haben sollen, dass mir der Job endlich Spaß macht.

Nach über 15 Jahren habe ich endlich einen Job gefunden, der mein Leben ist, für den mein Herz schlägt und ich konnte einfach nicht sagen warum.

Und dann war der 15.04.2019, ich saß in der Hochschule, wusste noch nicht, wie ich diesen Monat meine Rechnungen zahlen kann. Ich hatte keine Ahnung wie ich es schaffen kann, mit meiner Leidenschaft Geld zu verdienen, was mir Spaß macht, was mir liegt, kannte aber noch immer nicht mein Warum.

Und ich wusste, dass ich in zwei Tagen den nächsten Termin mit meiner Mentorin habe werde und wusste ich würde ihr wieder etwas sagen, was nicht das richtige sein wird. Wir wollen meine endgültige Positionierung besprechen und ich wusste, ich kenne sie nicht. Denn ich kenne mein Warum nicht, meine Geschichte. Warum mache ich das? Was hat meine Arbeit für einen Mehrwert und was haben die Menschen davon.

Ich wusste nur, mit wem ich arbeiten will und, dass es irgendwas mit Team sein soll. Nur die Story? Wie ist die Story dahinter? Ich wusste es einfach nicht.

Und dann stand ich in der ersten Pause im Zeitraum, unserem Café, um mir eine heiße Schokolade zu holen. Und dort erfahre ich, dass Statistik ausfällt. In diesem Moment ging bei mir eine Welle der Erleichterung durch den Körper. Denn ich hätte nun nicht bis 19 Uhr Hochschule, sondern nur bis 13:30 Uhr. Ich wusste, ich hatte am Nachmittag etwas Zeit, um meinen Termin mit meiner Mentorin vorzubereiten.

Ich konnte es kaum abwarten bis Advanced Project Management zu Ende war. Nach Ende der Lehrveranstaltung fuhr ich sofort los. Doch bevor ich losfuhr, schaltete ich noch meinen Podcast ein. Gerade hörte ich alle Folgen von Tobias Beck. Und heute hatte ich alle Interviews in meinen Downloads durchgehört. Übrig waren Mitschnitte von Veranstaltungen. Also schaltete ich die Folge „DU bist verantwortlich – Motivational Audio deutsch“.

Ich fuhr auf der Schnellstraße, die Sonne schien und Tobias Beck sprach über Verantwortung für das eigene Leben. Diese Folge hatte ich zuvor bestimmt schon 20 oder 30 Mal gehört. Doch heute war es anders. Mich pusht die Musik in dieser Folge, was mir in diesem Moment total gut tat. Und dann stellte er die Fragen „Was haben andere Menschen davon, dass es Dich gibt? Und warum tust Du, was Du tust?“. In meinen Gedanken blitzte der Gedanke „Freude“ und eine strahlende Sonne. Und dann sagte er, dass es eigentlich eine einfache Frage ist, die aber gar nicht so leicht zu beantworten ist, wenn man mal genauer hinschaut. Und ich dachte DOCH!

Denn meine Antworten sind die gleichen! FREUDE!

Andere Menschen haben davon, dass es mich gibt, weil ich Freude schenke. Und warum tue ich das, was ich tue. Weil es mir FREUDE bereitet.

#arbeitezudeinerfreude

Und dann fiel es mir wie Schatten von den Augen. Mir geht es doch bloß darum, dass Menschen Freude an ihrer Arbeit haben. #arbeitezudeinerfreude hatte ich schon ein paar Mal als Hastag, aber ich habe es vor lauter Positionierungswahn nicht gesehen.

Ich möchte für mich und für alle anderen Menschen, dass wir mit Freude zur Arbeit gehen, dass wir uns freuen, wenn Montag ist, dass das Wochenende besondere Tage sind, aber nicht „gott sei dank Tage“ oder „weg von Tage“.

Stellt Dir mal vor, wenn alle Menschen gerne zur Arbeit gehen – egal ob angestellt oder selbstständig – wie schön die Welt dann wäre. Stell Dir mal vor, wie toll die Atmosphäre in den Unternehmen und Teams wäre, wenn alle mit Freude ins Büro gehen und mit Freude ihre Arbeit machen.

Als ich nach Hause ankam parkte ich mein Auto, rannte in die Wohnung, nahm ein Flipchart und malte eine lachende Sonne drauf. Danach weinte ich, weinte ganz lange, weinte vor Freude, weinte vor Erleichterung.  Während dessen lief ich noch immer die Folge. Dann schrieb ich noch die zwei Sätze auf den Zettel: „Was haben andere Menschen davon, dass es Dich gibt? Und warum tust Du, was Du tust“. Und danach weinte ich wieder, weinte wieder vor Erleichterung, vor Freude und feierte die Vision. Der nächste Gedanke war: Bin ich angekommen? Und dann wurde mir klar, dass ich jetzt auch in einer Personalberatung arbeite, die Menschen zusammenbringen und dem Gedanken folgen Funken zu sprühen und mir kamen neue Tränen vor Freude.

Nach diesem Gedanken setzte ich mich vor den Rechner und schreibe Dir jetzt diese Zeilen. Ich weiß nicht, was am Mittwoch bei meinem Gespräch mit meiner Mentorin passiert, weiß nicht, wie die Umsetzung dieser Idee wird. Was ich aber weiß ist, dass ich mir jetzt mein Vision Board erstellen werde und eine grobe Strategie.

Und ich werde diese Geschichte teilen. Mir ist es egal, ob Du mich dafür verurteilst. Mich dafür verurteilst, dass ich diese Zeilen teile, bevor ich Erfolg mit meiner Leidenschaft erreicht habe, bevor ich auf den Bühnen stehe und meine Message in die Welt teile, bevor ich Unternehmen und Teams zur besseren Atmosphäre verholfen habe, bevor ich Menschen geholfen habe, mit Freude auf die Arbeit zu gehen. Es ist mir egal, weil ich jetzt weiß, was meine Aufgabe ist, was meine Vision ist. Und dieses Ziel werde ich erreichen. Ich werde die Message in die Welt hinaustragen, Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und Freude schenken.

#arbeitezudeinerfreude

#arbeitezudeinerfreude