Gesternabend hatte ich beim Volleyball eine Situation, die mir auch im Alltag und im Büro häufig begnet. Viele Menschen üben Kritik, doch die wenigsten sagen einem, wie man es richtig machen soll.

Ich erzähle Euch mal von der Situation gestern.

Ich spiele in einer Hobby-Volleyballmannschaft und habe erst im Sommer begonnen. Andere in der Mannschaft spielen schon ganz lange und recht gut. Somit ist natürlich auch der Stand des Könnens ganz ganz unterschiedlich. Ich gehöre zum Beispiel zu den Schwächeren. Das heißt, ich verhaue hier und da mal ein Ball, habe Probleme beim Korrekten zuspielen, bekomme es noch nicht hin jeden Ball anzunehmen, kann noch nicht schmettern und mit dem Hinfallen lassen, um den Ball noch zu bekommen, habe ich auch noch nicht gelernt.

Ich weiß für mich also noch nicht, wie ich es schaffe, harte Schmetterbälle anzunehmen, die mit auf Augenhöhe entgegenfliegen, wie ich Bälle zustelle, bei denen ich froh bin, sie überhaupt angenommen zu haben und habe noch keine Technik, wie ich selbst schmettern kann und wie ich mich auf die Knie werfe, um Bälle auch von weit unten noch anzunehmen.

Was ich aber kann und habe ich Ehrgeiz und den Willen es zu lernen. Sprich ich frage viel, gebe mein Bestes und ärgere mich selbst über meine Fehler.

Gestern gab es dann eine kleine Frotzelei auf dem Platz, die überhaupt nicht böse gemeint war, die mich dennoch etwas getroffen hat. Denn ein Spieler, der wirklich gut ist, sagte: „Ich sehe meine Fehler wenigstens, andere nicht.“ Ich fühlte mich irgendwie angesprochen. Wer gemeint war, weiß ich natürlich nicht. Aber darum geht es auch nicht.

Da kam dann der Gedanke „Ja, dann sag uns halt die Fehler und sag, wie wir sie besser machen können.“ Wenig später bat ich den Spieler auch darum.

„Fehlern können nur verbessert werden, wenn man sie kennt.“

Denn wie soll ich meine Fehler verbessern wenn ich nicht weiß, was ich falsch mache und wie ich sie verbessern kann. Ich mache ja meine Fehler nicht mutwillig.

„Bei Kritik hilft es auch zu sagen, wie es besser geht“

Was ich eigentlich damit sagen möchte ist, dass es viele Menschen gibt, die Kritisieren andere Menschen. Sie sagen aber nicht, was man selbst besser machen kann und wie man es stattdessen tun soll.

Die Situation, die ich gestern erlebt habe, habe ich auch schon ganz oft im Job erlebt und bei anderen beoachten können.

Wenn Du das nächste Mal jemenden kritisierst, dann versuche mal die Kritik wie folgt zu äußer:

  • Versuch würdigen
  • Kritik wertschätzend äußern
  • Verbesserrungsvorschläge mitgeben.

Vor allem achte darauf, dass die Kritik auf Augenhöhe geschieht und Du sie wertschätzend äußerst.

Beim Volleyball hätte eine Kritik zum Beispiel heißen können: „Claudia, cool das Du versucht hast, denn Ball anzunehmen. Es wäre Dir besser geglückt, wenn Du Deine Position eingehalten hättest. Schau mal, stell Dich am besten hier her. Dann kannst Du die ganze Ecke abdecken und reagieren.“

Gerade bei Aufgaben und in Situationen, bei denen Du schnell reagierst, in denen Du in Stressituationen reagierst und anderen Situationen, wo Deine unterbewussten Verhaltensweisen die Steuerung übernehmen, wird es etwas dauern bis dieser Fehler verbessert sind. Das heißt, die Kritik kann auch immer mal wieder ins Bewusstsein geholt werden.

Mein Wunsch an Dich ist, wenn Du heute oder in nächster Zeit bei einem Kollegen und bei Freunden Kritik äußerst, Du nach der Kritik auch sagst, wie diejenigen es besser machen können. So können Sie von der Kritik lernen und wissen gleich, wie es besser geht.

Herzliche Grüße, Claudia

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