Jetzt wird Tacheles geredet! In diesem Beitrag möchte ich Ihnen erzählen, was ich 2018 gelernt habe und welche Schlüsse ich daraus für 2019 ziehe.

 

One – Persönlichkeitsentwicklung ist ein Prozess

Kennen Sie den neuen Podcast von Robert Gladitz und Laura Helser „One“? Dieser Podcast hat mir heute die Augen geöffnet und mir den Mut gegeben eine Entscheidung zu treffen und diesen Beitrag hier zu schreiben.

Denn ich habe eins 2018 gelernt: bei mir ist der Schritt in die Selbstständigkeit ein Teil meiner Persönlichkeitsentwicklung und dies ist ein Prozess.

Die letzten Tage habe ich viel reflektiert und mich gefragt, warum 2018 längst nicht so gelaufen ist, wie ich es mir gewünscht habe und warum der Erfolg ausgeblieben ist. Das Ergebnis ist, dass ich mit angelaufener Handbremse unterwegs war.

Ich habe mich selbstständig gemacht, weil ich endlich das tun wollte, was ich liebe: mit Pferden zu arbeiten und Menschen zu helfen. Und das habe ich eigentlich kaum getan, weil ich lange gebraucht habe, um überhaupt Kunden zu generieren.

Doch woran lag es? Ich habe immer gedacht, es sei die fehlende Ausbildung und die fehlende Erfahrung. Aber das ist Bullshit. Denn wenn ich eins in den Coachings im letzten Jahr gelernt habe, dann ist es das, dass ich es kann, dass ich gut bin und noch besser werden kann. Aber nur, wenn ich in meiner Kraft bin.

Doch das war ich nicht. Warum?

 

Positionierung ist wichtig – wichtiger ist aber die Klarheit!

Am Anfang des Jahres habe ich einen Marketing Strategie Kurs belegt, wo ich gelernt habe, dass es wichtig ist, sich spitz zu positionieren, ein Problem zu lösen etc.. Und das ist absolut korrekt und super wichtig!

Doch bringt das alles nichts, wenn ich selbst nicht klar bin und weiß was ich will. Kein Kunde nimmt mir eine Positionierung ab, von der ich selbst nicht überzeugt bin.

Das Ergebnis war, dass ich mich gefühlt jede Woche einem anderen Thema und einer anderen Zielgruppe zugewandt habe. Mit dem Ergebnis, dass weder meine Community wusste, was ich eigentlich mache, noch ich selbst überzeugend meine Dinge verkaufen konnte.

Heute weiß ich, dass Positionierung auch ein Teil der Persönlichkeitsentwicklung ist.

Ich bin den Schritt gegangen und habe mich 2018 viel mit mir beschäftigt. Habe die Fragen beantwortet wer ich eigentlich bin, wofür ich stehe, für was ich bekannt werden möchte, was mir wichtig ist und was ich wirklich gut kann.

Ich habe mir eine Mentorin gesucht, die mich bei der Positionierung unterstützt und mich dabei unterstützt, diese Fragen zu beantworten. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen, trägt aber bereits erste Früchte.

Was ich in diesem Stadium heute weiß ist, dass ich meine genaue, spitze Positionierung noch nicht kennen muss. Aber ich weiß, dass die Positionierung auch mit der Persönlichkeitsentwicklung wächst und somit ein Prozess ist. Und damit kenne ich im Grunde doch meine Positionierung doch.

Im Coaching sagen wir ja immer, dass das Problem die Lösung ist. Und es ist auch in meinem Fall so.

 

Erlaubnis für Veränderungen

Durch meine fehlende Klarheit habe ich viel zu sehr auf Leute von außen gehört, gefühlt 1000 Leute nach Meinungen gefragt, versucht alle Tipps von Experten umzusetzen, mit dem Ergebnis, dass ich gar nicht mehr wusste, wo ich stehe.

Das Ergebnis war, dass ich noch mehr theoretisches gelernt habe, noch mehr Kurs absolviert habe und je mehr ich mich mit der Theorie beschäftigt habe, desto unsicherer wurde ich.

Dann gingen mir Gedanken durch den Kopf wie: in die Richtung Teams kann ich mich nicht spezialisieren, weil …, mit meinem Scrum Master kann ich nichts anfragen weil, …, ich brauche noch diese oder jene Ausbildung, wenn ich dieses oder jenes machen möchte. Da weile weiß ich schon so viel, dass es völlig ausreicht und ich den Rest mir nach und nach lernen kann.

Im Prinzip weiß ich auch was ich will, ich muss nur den Mut haben es auszusprechen, und dafür einzustehen.

 

Ich kann es nicht allen recht machen

Ein Jahr lang habe ich versucht ganz viel über Positionierung und Selbstständigkeit zu lernen, habe nächtelang Videokurse geschaut und mich verunsichern lassen. Dann habe ich diesen oder jenen Beitrag nicht geschrieben, weil vielleicht ein Experte da draußen größeres Wissen haben könnte und meinen Artikel kritisieren könnte. Hatte Angst, dass ich dann vielleicht nicht mehr ernst genommen werden würde etc..

Doch was ist passiert: ich habe nicht über die Themen geschrieben, über die ich schreiben wollte, bin immer um die Themen herumgelaufen, die mich eigentlich wirklich begeistern und habe dann andere Themen gesucht. Meine Community konnte mich nicht greifen, und so bekam ich nicht so viele Kunden, wie ich gerne gehabt hätte.

Auch diesen Artikel habe ich lange überlegt, ob ich den Schreiben kann, weil dann ja vielleicht jemand denken könnte, dass ich als Coach nicht kompetent genug wäre etc.

 

Ich bin auch nur ein Mensch

Doch was ist das bitte für ein Blödsinn! Schließlich bin ich auch nur ein Mensch. Und auch ich entwickele mich weiter. Und logischerweise hinterfrage und reflektiere ich als Coach auch sehr viel mich selbst. Also ist doch die Frage: Warum nehme ich Sie als meine Leser nicht einfach mit auf diese Reise?

Warum tue ich nicht einfach das, was ich gut kann: Chaos aufräumen, mutig sein, motivieren, Workshops leiten, mit Pferden arbeiten, Überblick verschaffen, Zusammenhänge sichtbar machen und theoretisches Wissen so den Leuten zugänglich zu machen, dass sie es praktisch umsetzen können.

Und dann ist es doch im Grunde scheiß egal, welches Thema es ist und ob sich das super spitz positionierte Thema ändert oder nicht. Denn das Ziel bleibt ja das gleiche.

 

Ich entscheide selbst

Also entscheide ich jetzt selbst, was ich mache und welche Themen ich aufgreife. Und nein, ich werde mich jetzt nicht festlegen, ob ich ausschließlich mit Unternehmen arbeiten möchte oder auch mit Privatpersonen.

Denn was ich möchte ist, die Kraft des Pferdegestützten Coachings nutzen, um Teams und Personen dabei zu unterstützen ihr volles Potenzial zu entfalten, Blockaden zu lösen, Muster zu erkennen und Rollenklarheit zu bekommen. Ich möchte Menschen und Teams dabei unterstützen Ihre Stärken kennen zulernen, bewusst zu machen, welche Ressourcen sie haben, die handlungsfähig zu machen und das aus dem Weg zu räumen, was sie daran hindert, ihr volles Potenzial zu nutzen und zu ihrer Kraft zu finden.

Und das kann ich mit Teams genauso gut, wie mit Einzelpersonen.

Denn das ist es, was ich auch die ganze Zeit schon tue.

Und ja, ich kann auch ohne Pferde – und ja, ich arbeite auch ohne Pferde und biete auch Coachings ohne Pferde an, aber mein Herz schlägt nun mal für die Pferde. Und so wie die Pferde einen großen Platz in meinem Herzen haben und zu mir gehören, so werden sie auch einen großen Platz in meiner Arbeit bekommen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen super tollen Start ins neue Jahr. Ich jedenfalls freue mich riesig darauf als Vorbild voranzugehen, meine Fesseln zu sprengen und endlich in meiner vollen Kraft und Energie zu arbeiten.

Herzliche Grüße

Claudia Grajek

 

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?